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Durch 180 Millionen Jahre an nur einem Vormittag

 

Am Methodentag ging es für die siebten Klassen der Realschule Frommern in den Schiefererlebnispark nach Dormettingen.

 

DORMETTINGEN. Melissa und Christian ziehen ihre Arbeitshandschuhe an, setzen die Schutzbrillen  auf und laufen - wie ihre Klassenkameraden - mit Hammer, Meißel und Eimer los in Richtung Klopfplatz.

Seit  2009 können Besucher im Schiefererlebnispark Dormettingen selbst nach Fossilien und Mineralien aus längst vergangener Zeit graben und klopfen. So auch die Siebtklässler der Realschule Frommern. Im Rahmen ihres WVR-Projekts (Wirtschaft – Verwalten – Recht) begaben sich die Schülerinnen und Schüler am Montagvormittag auf die Spuren der  Meeresbewohner von vor Millionen Jahren und klopften Fossilien und Mineralien aus dem Boden. Die Siebtklässler wollen diese im Unterricht zu Schmuck oder im Frottage-Verfahren zu künstlerischen Arbeiten weiterverarbeiten und über die Schülergenossenschaft KRIMSKRAMS  verkaufen. „Die Schülerinnen und Schüler sollen bei diesem Projekt lernen, wirtschaftlich zu denken, Ideen zu entwickeln und diese gemeinschaftlich umzusetzen“, erklärt Kerstin Strobel, die mit drei weiteren Kolleginnen  der Realschule die Schülerinnen und Schüler in diesem Jahr bei ihrem Projekt  begleitet, bei dem unter dem Motto „Schwäbischgenial“ neben der Bearbeitung der Fossilien auch Insektenhotels gebaut werden.

 

„Man muss gar nicht so tief graben, um etwas zu finden“, erklärt Fritz Lörcher. Der 68-Jährige ist gelernter Bildhauer und präpariert seit vielen Jahren die Funde aus dem Schieferpark für den musealen Gebrauch.

„Am häufigsten werdet ihr hier auf dem Klopfplatz Ammoniten, Pyrit, Muscheln, Belemnitentiere und Seelilien finden“, erzählt er weiter, während er die Schülerinnen und Schüler durch den Schieferpark führt und ihnen die Ablagerungen, die einzelnen Schichtfolgen im Park und die Entstehung des Ölschiefers erklärt. Heute wird der Schiefer im benachbarten Zementwerk Holcim zu hochwertigem Zement verarbeitet, der im Straßen-, Brücken- und Tunnelbau  verwendet wird.  

Viel Information, bevor die Mädels und Jungs sich endlich selbst auf die Suche, ans Meißeln und Klopfen machten. Und die Ausbeute der Kinder war am Ende dieses aufregenden Vormittags und einer Reise durch rund 180 Millionen Jahre Zeitgeschichte durchaus beträchtlich. In so manchem Eimer fanden sich richtig schöne Stücke. Er sei sehr zufrieden, macht Jan aus der 7ah klar: „Das hat Spaß gemacht und ich kann sicher einige Funde aus meinem Eimer weiterverarbeiten!“